DIY: Wie bau ich ne Gasesse 2 (aus Schamottesteinen)

In dem vorangegangen Eintrag hab ich ja schon erzählt, wie ich zu meiner Gasesse auf Rohr-Basis gekommen bin. Jedoch ist der runde Innenraum echt suboptimal, wenn man da einen etwas größeren Schmelztiegel reinstellen will und durch die beiden offenen Seiten geht unnötig viel Wärme flöten. Zudem hat nicht jeder ne große Bohrmaschine und ein Schweißgerät zuhause. Deswegen hab ich mir eine Zweite aus Schamottesteinen gebaut, die sich grob an der hier orientiert.5Dazu benötigt man:

  • 7 bis 8  Schamottesteine, ich hatte 250x124x30 mm (insgesamt 24 €)
  • 1 Schamottestein mit 250x124x50 mm, ca. 4 €
  • Schamottemörtel oder feuerfester Steinkleber (letzter kann max. 1600 °C ab), ca. 9 € pro kg
  • Feuerfester Kleber, 20 € pro Kartusche
  • Feuerfeste Fasermatte (ich habe 13 mm starke verwendet), als 1000×610 mm kostet eine 63 €
  • 35 mm Steinbohrer (Diamantbeschichtete Lochbohrer sind super)
  • Gewindemuffe 1 1/2 Zoll zu 1 Zoll, ca. 3 €
  • 1″ (Zoll) Rohr mit Gewinde einseitig (zu finden in der Sanitärabteilung im Baumarkt), ca. 2€
  • Optional Keramikchips
  • Optional Steinsägeblatt
  • Reichlich große (500 mm) Schraubzwinge

ACHTUNG! Die Fasermatte kann, je nach Produkt, gesundheitsschädlich während der Verarbeitung sein. Sollte die Matte nicht biolöslich sein, ist die Verwendung eines Atemschutzes äußerst angebracht.

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Zuerst habe ich den Deckel und das Bodenteil zusammengemörtelt. Mit dem Steinkleber geht das ziemlich einfach, Fügeflächen mit Kleber bestreichen, mit der Schraubzwinge zusammendrücken, Überstände wegwischen und warten. Danach wäre es ratsam, in der Mitte vom Deckel das Loch für den Brenner zu bohren. Bei mir ist das Loch zwar in auf der Fügefuge, aber mit 1/3 Abstand zu der nächsten Kante. Der Grund war einfach: so habe ich einen Punkt mit höherer und einen mit niedrigerer Temperatur.

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Als nächstes kommen auf alle offenen Seiten (Deckel, Boden, beide Seitenteile und den hinteren Stein, wenn man den hinteren Teil dicht machen will) die feuerfeste Matte, ich hab wieder zwei Schichten verklebt und das Loch für den Brenner ausgeschnitten. Sobald die Schichten kleben, kann man die Seiten auf den Boden und danach den Deckel verkleben. Den hinteren hab ich jedoch nicht (!) verklebt, damit ich den austauschen kann (dicht oder nicht dicht). Wie schon in der Metallesse kann man dann die Matte mit dem Steinkleber zum Schutz überziehen.

hinten ohne Stein

Für die Brenner-Halterung wird die Gewindemuffe mit (viel. sehr viel.) Kleber an den Deckel gepappt (frei nach viel hilft viel) und das Gewinderohr in die Muffe geschraubt. Zuletzt habe ich aus dem verbliebenen Stein ein Rückenteil gefertigt, das ein Langloch hat, damit man längere Schmiedestücke durch die Esse führen kann. Weiterhin hab ich noch Keramikchips über den Boden gelegt, zum Schutz des Bodens und um die Hitze ein bisschen besser zu verteilen.

hinten loch 2

Da diese Esse gegenüber der bisherigen einige Vorteile aufweist (höhere Temperatur bei weniger Druck, mehr Platz), verwende ich sie persönlich lieber. Sie ist jedoch schwerer und unhandlicher, daher ist sie eher für den stationären Betrieb geeignet. Schamotte isoliert auch nicht so wirklich gut, in Betrieb außen anfassen sollte man besser lassen. Zum Glück hatte ich noch einige Sachen (Fasermatte, Kleber) von der ersten Esse über, wodurch der Bau mit ca. 80 € nicht wirklich teuer war.

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Up next: Der Brenner für die beiden Essen.

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