DIY: Mögliche Modifikationen von Brenner und den Essen

Wie schon angedroht möchte ich hiermit auf die möglichen Verbesserungen meiner beiden Essen und dem Brenner eingehen. Man kennt das ja, man baut was, nimmt das in Betrieb und denkt sich:“Ach anders wär aber auch schon ganz gut…“ Aber wie so oft gilt auch hier: Besser geht immer.

Der Brenner

Meiner hat ja 3 kleine Langlöcher, während in der Industrie übliche nur ein großes (16×40 mm) haben. Wenn man eine Fräsmaschine hat, ist das keine große Sache, in meiner Garage hab da aber nur begrenzte Möglichkeiten. Weiterhin müssten meine Langlöcher für ein besseres Luftgemisch etwas länger sein. Zudem kann man, wenn man ein größeres Rohr über das Mischrohr stülpt, die Luftzufuhr sogar einstellen.

Die Metallesse

Bei meiner Esse guckt die Muffe und der Rohrstummel, der den Brenner aufnimmt, senkrecht in die Luft. Wenn man aber das Gas aus macht und die Flamme Druck verliert, will sie nach oben. Durch die Belüftungslöcher kann sie denn raus und die Chance, dass sie dann ein bisschen den Schlauch ankokelt ist recht hoch. Die Gegenmaßnahme wäre, die Anti-Wegroll-Bleche so anzubringen, dass der Brenner um 45° versetzt ist.

Die Steinesse

Mit der Steinesse ist um 45° versetzen so ne Sache, eine schiefe Bohrung ist dann eher ne Herausforderung. Aber es geht zum Glück auch einfacher: Bei Industrieprodukten ist die Muffe nicht gerade, sondern es ist ein Winkel. Der Brenner ragt dann war nicht mehr in den Brennraum, aber meine Esse habe ich so ähnlich umgebaut. Das Rohr auf der Muffe hat an beiden Enden ein Gewinde und ein passendes Rohr reingesteckt (Als Brenner-Ersatz). Dann wird auf das Rohr mit Gewinde der Winkel geschraubt, auf das wieder ein 1″-Gewinderohr kommt. Da passt dann der Brenner wieder rein und alles is super. Ist zumindest meine Meinung.

Kohlefeuer

Man soll es nicht für möglich halten, aber auch aus den traditionellen Kohlen kann man Temperaturen herausholen. Dazu braucht man eigentlich nur drei Sachen: Kohle, Luft und temperaturbeständiges Etwas. Kohle ist dabei das einfachste, deswegen geh ich da nicht drauf ein.

Kohlefeuer-Luftzufuhr

In Sachen Luft gibt es von bis… Traditionell kann man einen Zweikammern-Blasebalg nachbauen, das ist jedoch aufgrund dem hohen Lederbedarf zur Abdichtung nicht ganz günstig. Alternativ kann man einen Fön mit Kaltluftfunktion oder einen Staubsaugermotor nehmen, für den mobilen Einsatz hab ich ein altes Auto-Innenraum-Gebläse mit der Batterie aus meinem alten Auto.

Kohlefeuer-Esse

Auch hier gibt es diverse Möglichkeiten, von einfachen Konstrukten aus feuerfesten Beton zu einem gusseisernen Grill (man muss nur die Luftzufuhr anpassen) über eine Bremstrommel (ACHTUNG! einige Legierungen geben bei zu hohen Temperaturen Giftstoffe ab) bis hin zu Backsteinen. Im Netz gibts dazu diverse Bauanleitungen, ein bisschen suchen schadet bei Interesse sicher nicht. Alle funktionieren, sie unterscheiden sich nur in Kosten, einmalige Arbeit bis die Esse geht und Auf- und Abbauarbeit.

Anmerkungen zum Gas

In meiner Garage verwende ich Propangas aus 11 kg-Flaschen. Die gibt es so ziemlich überall, eine Füllung kostet mit 14 € nicht wirklich viel und eine Buddel hält bei mir circa 10 Stunden, das ist durchaus recht günstig. Jedoch ist es in Sachen Lagerung etwas gefährlicher, so darf man eine Flasche zum Beispiel nicht in geschlossenen Räumen aufbewahren. Kohle ist da auf jeden Fall pflegeleichter. Aus meiner Zeit in der Schweißerei weiß ich, dass die großen Gasflaschen eine Flammrückschlagsicherung haben, die es für Propangas nicht gibt. Bevor wer einen Schrecken bekommt: das macht nichts. Zum einen ist die Fließgeschwindigkeit von Propan höher als die Brenngeschwindigkeit, zum anderen hat die Stromdüse einen Durchmesser von 0,6 mm. Durch die kleine Öffnung wird die Fließgeschwindigkeit eh erhöht (ist quasi eine „natürliche“ Flammsperre) und so viel Feuer kommt da nicht durch. Zudem ist Propan fast geruch- und komplett farblos. Deswegen darf es nur in belüfteten verwendet werden, ich hab immer das Garagentor ein bisschen auf.

Ich hoffe, ich habe hiermit etwas Aufklärung betrieben und ein paar hilfreiche Tipps gegeben.

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